Hertener Stadtwerke geben "Hertenfonds" aus - der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) unterstützt das in Deutschland einmalige Modell.

Nur zwei Wochen nach der Veröffentlichung haben sich bei den Hertener Stadtwerken bereits fast 200 Kunden gemeldet, die sich mit dem Kauf von Hertenfonds an dem Erfolg des Unternehmens beteiligen ...

Nur zwei Wochen nach der Veröffentlichung haben sich bei den Hertener Stadtwerken bereits fast 200 Kunden gemeldet, die sich mit dem Kauf von Hertenfonds an dem Erfolg des Unternehmens beteiligen möchten. Insgesamt sind bereits Hertenfonds in Höhe von 1,8 Mio. € reserviert. "Ich bin wirklich positiv überrascht," erklärte Bürgermeister Klaus Bechtel heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Herten, "unsere Strategie scheint zu stimmen: Für mich gehören die Stadtwerke zu unserer Stadt. Ein Verkauf der Stadtwerke bedeutet Gewinne und Wertschöpfung zu Gunsten eines übergeordneten Konzerns aus Herten abzuziehen und die Chancen vor Ort zu schwächen. Eine Bürgerbeteiligung statt Ausverkauf garantiert uns weiterhin die nötige Selbstbestimmung hier vor Ort. Der Hertenfonds sichert unseren Bürgern eine hohe Rendite und den Stadtwerken das nötige Kapital für Zukunftsinvestitionen zum Wohl der Stadt."

Zustimmung erhält das Hertener Modell auch vom Verband Kommunaler Unternehmen (VKU). "Wir unterstützen diesen in Deutschland einmaligen Weg," erklärte Bernd Rohm, Geschäftsführer des VKU-Landesverbandes NRW.

Die Hertener-Stadtwerke hatten vor einer Woche den Kunden und Mitarbeitern des Unternehmens das Angebot unterbreitet, zu garantierten Zinsen von 5% Hertenfonds im Gesamtwert von 5 Mio. € erwerben zu können. Dabei sind Stückelungen von 1.000 € bis maximal 20.000 € möglich, die Laufzeit ist jeweils jährlich. Bechtel: "Mit der Obergrenze wollen wir sicher stellen, dass möglichst viele Bürger in den Genuss dieser auf jeden Fall garantierten hohen Zinsen kommen. So kann man sich gleichzeitig für die Stadt engagieren und eine sichere und lohnende Anlage für sein Geld finden. Ich danke schon jetzt den Hertenern, die bei dieser Sache mitmachen." Bei dem Angebot gilt das 'Windhundprinzip‘: wer sich zuerst meldet, wird zuerst bedient.

Nach Angaben der Geschäftsführerin der Hertener Stadtwerke, Marlies Mathenia, stammen die bislang eingegangenen Reservierungen überwiegend von Menschen, die sich konkret mit Herten verbunden fühlen und an der positiven Entwicklung der Stadt interessiert sind: "Wir haben natürlich keinen umfassenden Überblick, mit einigen Interessenten konnte ich jedoch schon sprechen. Mich freut das hohe Vertrauen in die Stadtwerke und die Identifikation mit unserer Stadt." Mathenia kündigte an, dass die Stadtwerke sich auch in Zukunft stark um wichtige Zukunftsprojekte in der Stadt kümmern werden: "Erste Priorität hat der wirtschaftliche Betrieb, auf dieser Basis können wir dann beispielsweise den Einsatz und die Vermarktung neuer Technologien fördern, wie es beispielsweise mit Powerline für die Schulen (Internet aus der Strom-Steckdose) machen oder mit der Wasserrecycling-Technik AquaREC-Herten für Schwimmbäder." Ein anderes Zukunftsfeld sei möglicherweise der Ausbau des COPA CA BACKUM zu einem Gesundheits- und Vitalzentrum. Letztlich werden so auch neue Arbeitsplätze in Herten geschaffen und beispielsweise in den Schulen die hohen Standards in Herten weiter ausgebaut.

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