Ermittlung des Börsenpreises
Wie werden die Preise an der Strombörse ermittelt?
Die Strompreise an der Börse entstehen durch Angebot und Nachfrage. Für jede Stunde des nächsten Tages wird im Voraus festgelegt, zu welchem Preis Strom gehandelt wird. Stromerzeuger (z. B. Betreiber von Windkraft-, Solar- oder Gaskraftwerken) geben an, zu welchem Preis sie Strom liefern möchten. Gleichzeitig melden Stromanbieter ihren Bedarf an. Aus diesen Angeboten und Nachfragen ergibt sich für jede Stunde ein Marktpreis.
Warum schwanken die Preise?
Die Preise verändern sich im Tagesverlauf, weil sich Angebot und Nachfrage ständig ändern:
- Hohe Nachfrage (z. B. am Abend) führt oft zu höheren Preisen
- Viel erneuerbare Energie (z. B. mittags bei Sonne oder bei starkem Wind) führt häufig zu niedrigeren Preisen
In Zeiten mit sehr hoher Stromerzeugung kann es sogar zu negativen Preisen kommen. Dann zahlen Erzeuger dafür, dass ihr Strom abgenommen wird.
Wann stehen die Preise fest?
Jeden Werktag um 12 Uhr wird in einer Auktion ein Preis für jede Stunde der 24 Stunden des nächsten Tages ermittelt. Am Freitag oder vor einem Feiertag erfolgt die Ermittlung jeweils für jede Stunde der folgenden Tage bis Montag oder den ersten Werktag (ohne Samstag) nach dem Feiertag.
Kurz gesagt
Der Börsenstrompreis zeigt, wie viel Strom zu einem bestimmten Zeitpunkt am Markt kostet – und genau daran orientiert sich der Preis im dynamischen Tarif




