Geschichte in Bildern an der Heinrich-Lersch-Straße

Graffiti-Künstler stellen ihr Können an Trafostation der Hertener Stadtwerke unter Beweis

Dreieck, Kreis, Quadrat, Strich – was Ähnlichkeit mit einer Kletterwand hat, ist die Grundlage für ein gesprühtes Kunstwerk an der Heinrich-Lersch-Straße in Herten-Süd. Dort schmücken ab sofort ein Buch mit historischen Bildern aus dem Hertener Süden und der Schlosspark die Stadtwerke-Trafostation.

Innerhalb einer Woche haben die Graffiti-Künstler der Dortmunder Agentur „More than Words“ das Häuschen zu einem bunten Kunstwerk gemacht. Mit viel Erfahrung und den richtigen Techniken wurde dabei die Vorlage auf einem DIN A4-Bild auf die Außenwände projiziert. Besonders die architektonischen Elemente des Schlosses, des alten Straßenbahn-Depots und der ehemaligen Kraftstation an der Clemensstraße waren eine kleine Herausforderung.

Die Graffiti-Künstler wissen, dass es dabei auf die richtige Technik ankommt. Denn die geraden Linien können nicht einfach mit der Sprühdose aufgesprayt werden. Hier werden weitere Hilfsmittel wie Kreppband und einem Gerät, das einem Fensterabzieher ähnelt, benötigt. Und schon vor der finalen Fertigstellung waren sich die Passanten, die den Werdegang des Graffiti-Werks begutachteten, einig: „Sieht gut aus!“

Insgesamt haben die Hertener Stadtwerke über die Agentur „More than Words“ bereits über 30 Graffiti-Projekte im Stadtgebiet umgesetzt, darunter die Neugestaltung zahlreicher Trafo- und Gasreglerstationen sowie zweier Passagen in der Fußgängerzone. Fast immer stehen dabei historische Motive oder Bilder aus der Nachbarschaft im künstlerischen Fokus.