Hertener Ladeinfrastruktur für Elektroautos wird weiter ausgebaut

Stadtwerke nehmen drei Ladesäulen in Herten-Süd, Herten-Mitte und Westerholt in Betrieb

Aktuell gibt es rund 11.000 Ladepunkte für Elektroautos in Deutschland, rund 2.000 davon allein in Nordrhein-Westfalen und in Kürze insgesamt fünf öffentliche Ladesäulen mit neun Ladepunkten im Hertener Stadtgebiet. Die Hertener Stadtwerke treiben damit den Ausbau der Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Fahrzeuge weiter voran.

„Wir möchten die Elektromobilität in Herten fördern und weiten unser Ladesäulen-Netz in den kommenden Wochen aus“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Thorsten Rattmann. Nach der Inbetriebnahme des Ladepunktes am Freizeitbad Copa Ca Backum im Dezember, folgte Ende Januar die nächste Ladesäule auf dem Doncaster Platz auf Ewald in Herten-Süd. Bereits im April 2016 ging die Ladesäule des Klimabündnisses Gelsenkirchen-Herten am Hof Wessels in Betrieb

Im Februar komplettieren zwei weitere Anlaufstellen für Elektrofahrzeuge den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Zeitgleich starten hierzu in dieser Woche die Tiefbauarbeiten für die neuen Strom-Tankstellen in Herten-Mitte an der Kurt-Schumacher-Straße (gegenüber vom Jobcenter) und an der Schloßstraße in Westerholt (Höhe Kirchplatz).

„Das Thema Elektromobilität wird unserer Meinung nach an Fahrt aufnehmen. Darum ist jetzt der richtige Zeitpunkt mit dem Thema Ladeinfrastruktur in Herten durchzustarten“, so Thorsten Rattmann. Den nötigen Anschub ermöglichen Förderprogramme von Bund und Land, die u.a. sowohl den Ausbau der Ladeinfrastruktur als auch die Anschaffung von E-Fahrzeugen fördern. „Bei der Wahl der Standorte haben sich die Stadtwerke bewusst auf Punkte konzentriert, an denen Menschen oft länger verweilen“, erklärt Bürgermeister Fred Toplak. „Die Stadtwerke gehen damit in Herten einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung klimaschonender Mobilität.“

Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge sind die umweltfreundlichste Variante, automobil unterwegs zu sein. Ein Vergleich zeigt es: Ein heute neu zugelassenes Fahrzeug mit Verbrennungsmotor stößt im Durchschnitt pro km 150 g CO2 aus. Einem vergleichbaren Elektro-Auto, aufgeladen mit Strom aus erneuerbaren Energien, werden gerade einmal 2 g CO2 zugerechnet. Ein Aspekt, der auch Stadtbaurat Christoph Heidenreich freut: „Der motorisierte Verkehr hat mit einem Anteil von 36% nach den privaten Haushalten den zweitgrößten Anteil an der CO2-Bilanz in Herten. Mit der Einführung und dem Ausbau klimafreundlicher Antriebe verfolgen wir ein wichtiges Ziel unseres Hertener Klimakonzeptes.“

Die öffentlichen Ladepunkte, die durch die Hertener Stadtwerke realisiert werden, sind für Fahrer von Elektroautos immer verfügbar. Denn: Die Parkplätze an den Ladesäulen sind speziell für E-Fahrzeuge reserviert. Das ist u.a. eine Vorgabe der Förder-Richtlinien. Zudem ermöglichen die Stadtwerke E-Auto-Besitzern in der Startphase das kostenlose Auftanken. Später ist ein smartes Bezahlsystem geplant.

Doch nicht nur im öffentlichen Raum ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur ein wichtiges Thema: Die Nachfrage nach Lademöglichkeiten für die eigene Garage steigt. Und der Zeitpunkt für eine Umsetzung ist günstig: Die Anschaffung von so genannten Wallboxen wird zurzeit mit fast 50 Prozent durch das Land NRW gefördert. Wer Interesse an einer Wallbox hat, kann sich direkt an das Energieberatungs-Team bei den Hertener Stadtwerken wenden: Telefon 02366/307-266, E-Mail energiedienstleistung@herten.de.