Energiespartipp im Juni: Umweltfreundliche Gartenarbeit

Effizient Energie im Garten sparen

Die warmen Temperaturen des Sommers locken Gartenbesitzer nach draußen. Bei der einen oder anderen Gartenparty möchte der Hobbygärtner stolz sein Können präsentieren: Damit dem Naturvergnügen nichts im Weg steht, helfen spezielle Tipps beim Gärtnern Energie zu sparen.

Häcksler, Heckenschere und Vertikutierer sind die Standardausrüstung eines jeden Gärtners. Was viele nicht wissen ist, dass Equipment, das beispielweise mit Benzin betrieben wird, Schadstoffe in die Luft pustet und zudem teuer im Verbrauch ist. „Sinnvoller ist es Geräte mit Akku oder Elektroantrieb zu nutzen. Diese Handwerkszeuge sind deutlich umweltfreundlicher. Es gibt sogar schon solarbetriebene Gartenwerkzeuge auf dem Markt“, weiß Michael Lobert, Energieberater bei den Hertener Stadtwerken. Wer noch mehr für die Umwelt und die eigene Fitness tun möchte, der greift zu mechanischen Gartengeräten. Sie sind günstig, funktionieren schadstofffrei ohne Stromkosten und machen auch noch fit.

Dieselbe Regel gilt auch beim Rasenmäher: „Anstatt auf Benzin-Rasenmäher sollten Gärtner auf Akku-Rasenmäher setzen. Diese eignen sich auch für große Rasenflächen. So kann abgasfrei und energiesparend gemäht werden“, so der Fachmann. Beim Gerätekauf sollte zum einen auf die Akku-Laufzeit, zum anderen auf die Schnittbreite des Mähers geachtet werden. Der Grund: Wechsel-Akkus sind nicht besonders preisgünstig und je größer die Schnittbreite desto schneller ist die Arbeit und geringer der Energieverbrauch.

„Vorsicht ist jedoch bei Roboter-Rasenmähern geboten. Obwohl diese gerade einen regelrechten Hype erleben, erfüllen einige Mähroboter nicht die erforderlichen Sicherheitsvorgaben und verbrauchen viel Energie. Hier sollten sich Interessenten vor dem Kauf gut informieren“, so Energieberater Lobert.

Selbst beim Dünger und bei Pflanzenschutzmitteln kann umweltschonend gegärtnert werden: Anstatt teure Chemikalien zu verwenden, ist es sinnvoller sich einen Kompost anzulegen. Laubabfall, Grasschnitt und Bioabfälle ergeben in der Mischung eine gute Komposterde, die die Pflanzen besser versorgt als künstlicher Dünger. Auch beim Gießen können Gärtner nachhaltig ihre Pflanzen bewässern: „Grundsätzlich sollten alle Pflanzen, Blumen, Sträucher und Büsche nur mit Regenwasser gegossen werden. Besonders in den Sommermonaten kann so eine Menge Wasser gespart werden“, rät Michael Lobert. Um optimal für die Sommermonate gewappnet zu sein, sollten ein bis zwei Regentonnen im Garten platziert werden. Besonders gut eignen sich dafür Regenrinnen von Gartenhäusern.

Bei sommerlichen Temperaturen wird der Abend gerne draußen verbracht. Um den Garten auch in der Dämmerung optisch aufzuwerten, werden viele Lampen installiert, damit das Grün ins rechte Licht gerückt wird. „ Für die abendliche Beleuchtung eignen sich am besten LED-Lampen oder Solarlampen. Besonders letztere sind gut geeignet, da diese sich kostenlos am Tag durch die Sonne aufladen“, erklärt der Fachmann. Eine weitere Alternative sind Lichtquellen mit Bewegungsmelder oder einer Beleuchtungszeit, die manuell einstellbar ist.

Im Energiesparshop der Hertener Stadtwerke finden sich diverse Hilfsmittel, mit denen man Wasser und Energie im Garten einsparen kann: www.energiesparen-fuers_klima.de