Baumbeurteilung im Bereich von Gasleitungen

Stadtwerke kontrollieren Bäume auf öffentlichen und privaten Grundstücken

Bäume, die sich zu nah an Gasleitungen befinden, können eine potentielle Gefährdung für die Versorgungsleitung darstellen. Aus diesem Grund führen die Hertener Stadtwerke ab Mittwoch, 25. März 2020, eine Baumbewertung und damit auch eine Gefährdungsbeurteilung im Hertener Stadtgebiet durch.

Bei der Prüfung und Beurteilung wird das komplette Gas-Rohrnetz mit einer Länge von insgesamt rund 277 Kilometern berücksichtigt. Dazu zählen alle Haupt- und Anschlussleitungen für Nieder- und Mitteldruck. Die Bestandsaufnahme wird rund acht Wochen in Anspruch nehmen.

Im Rahmen der Prüfung nimmt das von den Hertener Stadtwerken beauftragte Sachverständigen- und Planungsbüro urban tree Bäume auf öffentlichen und privaten Grundstücken in Augenschein. Bei der Durchführung der Kontrolle auf privaten Grundstücken wird der Eigentümer vor Ort kontaktiert. Die Mitarbeiter der Firma urban tree führen einen Dienstausweis mit sich und können sich jederzeit als Dienstleister der Hertener Stadtwerke ausweisen.

Basis für die Baumbewertung und Gefährdungsbeurteilung ist das Regelwerk GW 125 (M) des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW). Darin wird empfohlen, dass unter anderem alle Bäume, deren Standorte sich näher als 2,50 Meter zu Versorgungsleitungen befinden, erfasst und dokumentiert werden sollen. Diese Bäume können eine potentielle Gefährdung – zum Beispiel durch ihr Wurzelwerk – für die Gas-Versorgungsleitungen darstellen.

Der Baumbestand muss laut Regelwerk alle vier bis fünf Jahre neu beurteilt werden. Zuletzt hatten die Hertener Stadtwerke die Bäume 2016 überprüfen lassen und auf Grundlage der Beurteilung Maßnahmen zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit ergriffen.

Für Rückfragen stehen die Fachleute der technischen Abteilung Gasnetz gerne zur Verfügung. Ansprechpartner ist Evangelos Kamarakis, Telefon: 02366/307-171, E-Mail: gasnetz@herten.de.