Wasserwelt im Copa Ca Backum wird modernisiert

Hertener Stadtwerke investieren bis zu 12,8 Mio. Euro in die Sanierung des Bäderstandorts

Das Freizeitbad Copa Ca Backum feiert in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag. Innerhalb von drei Jahrzehnten hat sich die Hertener Wasser- und Saunawelt zu einem beliebten Ausflugsziel für Familien, Sportbegeisterte und Erholungssuchende in der Region entwickelt. Der Aufsichtsrat der Hertener Stadtwerke hat jetzt umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten im Frei- und Freizeitbad auf den Weg gebracht.

„In unserem Copa Ca Backum können wir jährlich rund 400.000 Gäste begrüßen“, so Thorsten Rattmann, Geschäftsführer der Hertener Stadtwerke. „In den kommenden Jahren möchten wir unseren Besucherinnen und Besuchern weiterhin ein attraktives und abwechslungsreiches Freizeitangebot bieten, das allen Altersgruppen gerecht wird.“ Nach 30 Jahren stehen somit zeitnah umfangreiche Sanierungsarbeiten auf dem Programm, die die Aufenthaltsqualität erhöhen und den unterschiedlichen Freizeitbedürfnissen der Gäste entgegenkommen sollen. Insgesamt werden die Hertener Stadtwerke als Badbetreiber bis zu 12,8 Mio. Euro in die Modernisierung des Bäderstandorts investieren.

Seit 2017 wurden diverse Fachgutachten in Auftrag gegeben, um ein konkretes Maßnahmenpaket für die Wasserwelt zu erarbeiten. Neben den bautechnischen Anforderungen zeigen die Ergebnisse auch die Notwendigkeit einer Attraktivitätssteigerung auf. Die geplanten Umbaumaßnahmen im Frei- und Freizeitbad werden diesen Erfordernissen gerecht. „Innerhalb von rund zwei Jahren Bauzeit werden wir unser Frei- und Freizeitbad im Copa Ca Backum technisch auf den neuesten Stand bringen und an den aktuellen Bedarf anpassen“, so Thorsten Rattmann. Dazu zählt zum einen die grundlegende Verschönerung mit neuen Attraktionen und Erlebnisbereichen (insbesondere für Kinder und Jugendliche), zum anderen aber auch die Angleichung der Wasserflächen an die veränderten Bedarfe der Gäste.

Konkret bedeutet das, dass Becken im Freibad zurückgebaut und auch die Freibad-Rutsche weichen muss. „Die Freibad-Rutschen weisen einen hohen Sanierungsbedarf auf“, weiß Badleiter Heinz Niehoff. „Um unseren Gästen zukünftig eine ganzjährige Nutzung der Rutschenanlagen zu ermöglichen, realisieren wir im Freizeitbad eine neue 80 Meter lange Racer-Doppelrutsche.“ Das Sanierungskonzept sieht im Freibad die Einrichtung eines neuen Familien-Areals vor: Ein Aufenthaltsbereich mit ca. 100 m²-Kinderbecken (Flachwasser), Wasserspielplatz („Spraypark“) und Verweilmöglichkeiten. Zudem werden die Sanitäreinrichtungen im Freibad modernisiert.

Das Freizeitbad im Innenbereich erhält von Grund auf eine neue Struktur. Dazu zählen neben der Errichtung eines Rutschenturms für die Racer-Doppelrutsche, neue Kleinkinderbecken und -bereiche mit Wasserspielzonen und Action-Spielplätzen. Das Herzstück des neuen Freizeitbades wird das ca. 160 m²-Erlebnisbecken mit Wasserstrudel sein. Darüber hinaus erfolgt der Neubau eines ca. 80 m²-Solebeckens im Freizeitbad-Außengelände und eines ca. 28 m²-Solebeckens im Sauna-Außenbereich. Zudem erhält das Freizeitbad einen neuen Whirlpool für zehn Personen und großzügig angelegte Aufenthaltsbereiche.

Der Sanierungsplan sieht auch die Umsetzung von modernen und übersichtlichen Umkleiden- und Sanitärbereichen vor, die sowohl den Bedürfnissen von Familien mit Kindern als auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen gerecht werden. „Mit einer neuen Zugangs-Technik, die u.a. das bargeldlose Bezahlen ermöglicht, werden wir unseren Gästen zukünftig noch mehr Komfort in unserer Wasser- und Saunawelt bieten können“, so Badleiter Niehoff. Auch hinter den Kulissen sind umfangreiche Arbeiten geplant: Dabei erhält die Wasserwelt eine neue Lüftungs-, Filter- und Wassertechnik.

Die ersten Sanierungsarbeiten starten im Herbst 2019. Nach der Freibadsaison beginnen die Arbeiten im Außengelände des Freibades. Mit Start der Freibadsaison im Mai 2020 soll das neue Angebot nach rund acht Monaten Bauzeit in Betrieb gehen. Zeitgleich sollen im Mai 2020 die Bauarbeiten im Freizeitbad anlaufen. Nach einer Bauzeit von ca. 18 Monaten ist die Neueröffnung des Freizeitbades im Copa Ca Backum für Ende 2021 vorgesehen.

Zum Hintergrund: Im Jahr 1986 haben die Hertener Stadtwerke die Bäder von der Stadt Herten übernommen. 1987 erfolgte der erste Spatenstich für das Freizeitbad Copa Ca Backum, das im Jahr 1989 eröffnete. 1991 starteten die Bauarbeiten für das neue Hallenbad im Copa Ca Backum, das im Jahr 1992 seinen Betrieb aufnahm. Im Zeitraum von 2002 bis 2005 wurde die gesamte Saunalandschaft umfassend modernisiert und ein neuer Wellnessbereich eingerichtet. Neben dem Freizeitbad Copa Ca Backum betreiben die Hertener Stadtwerke zudem das Hallenbad in Westerholt.