Erster Rammschlag für den Trianel Windpark Borkum II

Hertener Stadtwerke freuen sich über erfolgreichen Baustart

„Mit dem ersten Rammschlag für den Trianel Windpark Borkum II haben wir gemeinsam mit Trianel, EWE, EWZ und weiteren 16 Stadtwerken einen ersten Meilenstein erreicht“, freut sich Thorsten Rattmann, Geschäftsführer der Hertener Stadtwerke. „Der Bau des Offshore-Windparks ist Teil unserer Erneuerbaren-Strategie und unterstreicht das kommunale Engagement in die Energiewende“.

Die Hertener Stadtwerke sind über ihre Schwester, der Hertener Energiehandelsgesellschaft, mit einem Anteil von 1 Prozent und 2 MW am Trianel Windpark Borkum II (TWB II) beteiligt. Bis Ende 2019 soll der Nordsee-Windpark fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Nach Fertigstellung wird der Offshore-Windpark eine Leistung von 200 MW mit einer prognostizierten jährlichen Stromerzeugung von 800 GWh haben. 

Der Baustart erfolgte im Zeitplan mit dem Setzen des ersten Stahlfundaments. Bis zum Spätsommer sollen 32 Gründungsstrukturen, bestehend aus Monopile und Transition Piece, für den Windpark errichtet werden. 

Für die Installation der Gründungsstrukturen ist das Schwerlastschiff Stanislav Yudin im Baufeld, 45 Kilometer vor der Küste Borkums, im Einsatz. Transportiert werden die bis zu 900 Tonnen schweren Monopiles und rund 300 Tonnen schweren Transition Pieces auf Lastkähnen im Pendelverkehr zwischen Nordenham und der Baustelle. Mit einem Hydraulikhammer und rund 4.000 Rammschläge werden die bis zu 73 Meter langen Monopiles ca. 30 Meter tief in den Meeresboden getrieben. Anschließend werden die rund 30 Meter langen Transition Pieces, die das Übergangsstück zwischen dem Fundament und der Turmsegmente der Windkraftanlage bilden, mit 120 Schrauben verschraubt. Ergänzt wird die Installation der Gründungsstrukturen durch die Schüttung des sogenannten Kolkschutzes, durch dessen Filter- und Deckschicht aus Natursteinmaterial der sichere Stand der Offshore-Windkraftanlagen gewährleistet wird. 

Zum Schutz der Meeresfauna wird ein sogenanntes Hydro-Sound-Damper-System eingesetzt, um die bei den Bauarbeiten auftretenden Schallemissionen zu reduzieren. Das aus einem Netz mit luftgefüllten Plastikkugeln bestehende, ringförmige System wird während der Rammarbeiten als Schallbarriere über den Monopile gezogen. Darüber hinaus wird ein großer Blasenschleier zur weiteren Schallabschirmung eingesetzt. 

Nach Fertigstellung der Gründungsstruktur erfolgt die Innerparkverkabelung, bei der alle 32 Gründungen an die bereits vorhandene parkinterne Umspannplattform der ersten Ausbaustufe des Trianel Windpark Borkum angeschlossen werden. Anschließend werden die Turmsegmente, Gondeln mit der Rotornabe sowie die Rotorblätter der 32 Windkraftanlagen des Anlagenherstellers Senvion, installiert. 

Neben den Hertener Stadtwerken investieren 16 weitere regionale Energieversorger aus Deutschland sowie die Stadtwerke-Kooperation Trianel in den Windpark Borkum II. Weitere Gesellschafter sind die EWE AG aus Oldenburg sowie ein Joint Venture des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich mit der schweizerischen Fontavis. Die Gesamtinvestition für die zweite Ausbaustufe des Offshore-Windparks beläuft sich auf rund 800 Millionen Euro. 

Die Bauphase des Trianel Windpark Borkum II mit einem digitalen Bautagebuch im Internet unter www.trianel-borkumzwei.de sowie auf Twitter unter @trianelborkum2 begleitet.