Erdgaspreise steigen zum 1. September 2022

Beschaffungspreise auf Rekordniveau – Stadtwerke bieten Energieeinsparberatungen an

Bereits seit 2021 klettern die Energiepreise auf ein nie dagewesenes Preisniveau. Der Krieg in der Ukraine hat in den vergangenen Monaten zudem zu einer wachsenden Anspannung auf dem Energiemarkt geführt. Aufgrund der drastisch gestiegenen Einkaufspreise sind die Hertener Stadtwerke gezwungen, einen Teil der Preissteigerungen zum 1. September 2022 an ihre Kunden weiterzugeben.

„Im Vergleich zum Jahresanfang 2021 hat sich der Erdgaspreis am Großhandelsmarkt bis heute versechsfacht“, erklärt Patrick Scheffner, Vertriebsleiter bei den Hertener Stadtwerken. Dank einer langfristig angelegten Einkaufsstrategie konnten die Stadtwerke ihre Energiemengen bereits frühzeitig sichern und damit einen Teil der Kostensteigerungen auffangen. „Dennoch erfordern die deutlich gestiegenen Mehrkosten für die Beschaffung von Erdgas eine Anpassung unserer Preise.“ Zudem können die Hertener Stadtwerke weitere Preisanpassungen nicht ausschließen. „Der Energiemarkt ist aktuell stark in Bewegung und die Preise für Erdgas steigen momentan täglich auf neue Höchstwerte“, so Scheffner.

Für einen Hertener Haushalt in der Grundversorgung mit einem Erdgas-Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden belaufen sich die Mehrkosten ab 1. September 2022 auf rund 55 € im Monat. Um Nachzahlungen bei der nächsten Jahresverbrauchsabrechnung zu vermeiden, werden die Stadtwerke die Abschlagszahlungen ihrer Kunden zum 31. August 2022 automatisch anpassen. Die Höhe der neuen Abschlagszahlungen bekommen alle Kunden per Schreiben mitgeteilt. Eine Ablesung des Zählers ist nicht erforderlich. Die Zählerstände werden Ende des Jahres wie gewohnt für die Jahresverbrauchsabrechnung erfasst. Auf Basis dieser Ablesung erfolgt eine rechnerische Abgrenzung im Abrechnungssystem, die die Preisänderung zum 1. September und damit die alten und neuen Preise berücksichtigt. „Trotz der Erdgas-Preisanpassung zählen wir weiterhin zu den günstigsten Anbietern in der Region“, betont Scheffner.

Auch bei den Strompreisen können die Stadtwerke keine Entwarnung geben. Die Preise auf dem Energiemarkt sind ebenfalls auf einem hohen Niveau, was zu Mehrkosten bei der Beschaffung führt. „Nach aktuellem Stand können wir zum Jahreswechsel eine Erhöhung unserer Strompreise nicht ausschließen“, stellt Patrick Scheffner fest. Die erfolgte Senkung der EEG-Umlage Anfang Juli sorgt zwar für eine leichte Entspannung bei den Strompreisen, kann aber die Mehrkosten nicht vollends auffangen.

Um den bevorstehenden Kostensteigerungen entgegenzuwirken, unterstützen die Hertener Stadtwerke beim Energiesparen. „Wir bieten unseren Kundinnen und Kunden ein umfassendes Beratungsangebot, das die persönlichen ‚Energiefresser‘ im Haushalt aufzeigt“, erläutert Maik Polomski, Leiter des Kundenservices. Das Angebot umfasst persönliche Beratungen mit Energieexperten im Kundenzentrum, kostenloses Informationsmaterial zum Thema Energiesparen im Haushalt, den Verleih von Strommessgeräten oder auch Informationen über das Stadtwerke-Energiedienstleistungsportfolio. Eine Zusammenfassung aller Informationen finden Interessierte unter www.hertener-stadtwerke.de/energiesparen.

Die betroffenen Haushaltskunden werden in den kommenden Tagen mit ausführlichen Informationen über die Erdgaspreisanpassung schriftlich benachrichtigt. Das Beratungsteam im Kundenzentrum (Jakobstr. 6) beantwortet montags bis freitags zudem alle Fragen gerne persönlich. Das Kundenzentrum hat von 9 bis 13 Uhr geöffnet, von 14 bis 17 Uhr sind Beratungen nach vorheriger Terminabsprache möglich. Zudem sind die Hertener Stadtwerke telefonisch unter der Service-Hotline 02366/307-123 und der E-Mail kundenservice@herten.de erreichbar.