Energietipp im Juli: Energiesparend durch den Sommer

Mit einfachen Tipps Energiekosten senken und die Umwelt schonen

Der Juli ist statistisch gesehen einer der wärmsten Monate im Jahr. Um den heißen Temperaturen vor allem zu Hause zu entkommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Hierbei gilt jedoch die Maxime: Energie sparen und die Umwelt schonen. Mit einfachen Tipps behält man auch bei heißen Temperaturen einen kühlen Kopf.

Tipp 1: Rollladen statt Klimaanlage

„Rollladen vor den Fenstern helfen, dass die Hitze draußen bleibt“, weiß Michael Lobert, Energieberater bei den Hertener Stadtwerken. „Besonders an heißen Tagen empfiehlt es sich die Rollos komplett geschlossen zu halten. So bleiben Räume lange angenehm kühl.“ Zudem muss es nicht immer direkt eine Klimaanlage sein. Schon mit richtigem Lüften bleiben die Temperaturen zu Hause angenehm kühl. Viele machen hierbei jedoch einen entscheidenden Fehler: Bei warmen Temperaturen lassen viele die Fenster durchgängig offen. So lüftet man richtig: „An heißen Tagen sollte früh am Morgen und am späten Abend für etwa 30 Minuten gelüftet werden. Zu diesen Zeiten ist die Außentemperatur am niedrigsten“, so der Fachmann.

Tipp 2: Sonne statt Trockner

Der Trockner kann besonders in den Sommermonaten mal eine Pause machen: Bei warmen Temperaturen trocknet die Wäsche draußen viel schneller und umweltschonender. Wer zusätzlich noch auf moderne Kaltwaschmittel setzt und auf heißes Wasser verzichtet, schont nicht nur Umwelt und Geldbeutel, sondern auch die Farben der Wäsche.

Tipp 3: Kalt statt warm duschen

Eine kalte Dusche sorgt bei warmen Temperaturen nicht nur für einen kühlen Kopf, sondern erfrischt auch den Körper. Um Energie auch im Sommer zu sparen, empfiehlt es sich im Sommer kälter zu Duschen, da so die Warmwasserbereitung reduziert wird. Des Weiteren sollten in der Dusche Sparduschköpfe angebracht werden. Diese mischen das Wasser mit Luft und halbieren so den Wasserverbrauch.

Tipp 4: Ausschalten statt Standby

Egal ob Fahrradtour, Freizeitpark oder ein Tag am See: Viele Geräte zu Hause oder für unterwegs müssen nicht im Dauerbetrieb laufen. Auch im Standby-Modus verbrauchen die Geräte Energie. „Bevor man das Haus oder die Wohnung verlässt, sollte ein prüfender Rundgang gemacht werden. Geräte, die nicht im Dauerbetrieb laufen müssen, sollten komplett abgeschaltet werden, um Energie zu sparen“, rät Michael Lobert.

Tipp 5: Den Kühlschrank nur kurz öffnen

Der Dauerläufer unter den Haushaltsgeräten ist der Kühlschrank, der nicht mal so eben abgeschaltet werden kann. Je nach Größe können Stromkosten von bis zu 50 Euro im Jahr anfallen. „Besonders bei älteren Geräten bietet sich eine Neuanschaffung an, da diese Geräte deutlich sparsamer sind“, erklärt der Experte. Vor allem der Sommer fordert den Kühlschränken einiges ab: Bei jedem Öffnen kommt warme Luft ins Innere, die das Kühlaggregat dann erst wieder auf Temperatur bringen muss. Deshalb gilt: Die Kühlschranktür möglichst selten und nur kurz öffnen. Denn je kälter das Gerät steht, also nicht am sonnigen Fenster oder neben dem Herd, sondern in einer schattigen Küchenecke, umso weniger muss das Gerät leisten. Dasselbe gilt auch für die Kühltruhe. So kann durch die Wahl des Standorts eine Menge Energie gespart werden. Wer mehrere Wochen nicht zu Hause ist, kann seinen Eisschrank ruhig abstellen. Allerdings sollte der Inhalt leer sein und die Tür geöffnet bleiben, damit sich kein Schimmel bildet. Ein weiterer Irrtum im Sommer: Die Kühltemperaturen von Kühlschrank und Eisschrank kälter zu drehen, als in den Wintermonaten. „7 Grad für den Kühlschrank und höchstens -18 Grad für das Gefriergerät sind völlig ausreichend. Wer stärker kühlt, hat nicht nur höhere Kosten, sondern belastet durch den höheren Energieverbrauch auch die Umwelt“, so der Energieberater.

Im Energiesparshop der Hertener Stadtwerke finden sich diverse Hilfsmittel, mit denen man Wasser und Energie einsparen kann: www.energiesparen-fuers-klima.de