Baumwurzeln beeinträchtigen Gasleitungen in der Polsumer Straße

Umlegung der Nieder- und Mitteldruckleitungen notwendig - Fällung von fünf Platanen

Bäume, die sich zu nah an Gasrohren befinden, können eine potentielle Gefährdung für die Versorgungsleitung darstellen. An der Polsumer Straße müssen die Hertener Stadtwerke aus diesem Grund die Gas-Mitteldruck- und Gas-Niederdruckleitung neu verlegen, um weiterhin die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang ist die Fällung von fünf Platanen am kommenden Freitag (19. Februar) und Samstag (20. Februar) erforderlich.

Die Hertener Stadtwerke lassen regelmäßig ihr gesamtes rund 280 Kilometer langes Gas-Rohrnetz im Stadtgebiet daraufhin überprüfen, ob Bäume mit ihrem Wurzelwerk Leitungen beeinträchtigen. Dabei werden alle Haupt- und Anschlussleitungen für Nieder- und Mitteldruck kontrolliert. Bei der letzten Überprüfung wurde bei Referenzschachtungen festgestellt, dass die Bäume an der Polsumer Straße die Betriebssicherheit der Gasversorgungsleitung gefährden und Leitungen durch das Wurzelwerk beschädigt werden können. 

„Um die Gasversorgung aufrecht zu erhalten, ist eine Umlegung unserer Gasleitungen in diesem Bereich erforderlich“, erklärt Evangelos Kamarakis, Abteilungsleiter Hausanschlüsse/Straßenbeleuchtung. Im Vorfeld der Arbeiten müssen fünf Platanen im südlichen Bereich der Polsumer Straße gefällt werden (auf Höhe der Hausnummern 35-37, 37, 53, 61 und 65). „Die Baumfällung ist für uns immer das letzte Mittel. Doch in diesem Fall ist die Fällung leider nicht vermeidbar.“ Eine Ersatzbepflanzung von 15 neuen Bäumen ist bereits in Planung. 

Die Arbeiten zur Verlegung der neuen Gasleitungen auf einer Länge von rund 500 Metern werden voraussichtlich im Mai 2021 beginnen. Im Vorfeld erhalten die Anwohnerinnen und Anwohner eine genaue Information zum Start und Umfang der Maßnahme. 

Basis für die Baumbewertung und Gefährdungsbeurteilung ist das Regelwerk GW 125-B1 (M) des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW). Darin wird empfohlen, dass unter anderem alle Bäume, deren Standorte sich näher als 2,50 Meter zur Versorgungsleitungen befinden, erfasst und dokumentiert werden sollen. Der Baumbestand muss alle vier bis fünf Jahre neu beurteilt werden. Zuletzt haben die Hertener Stadtwerke die Bäume 2020 überprüfen lassen und auf Grundlage der Beurteilung Maßnahmen zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit ergriffen.