Herten geht neue Wege: Hertenfonds ermöglicht Kunden Beteiligung am Erfolg der Stadtwerke

Die Kunden der Hertener Stadtwerke können sich ab dem kommenden Herbst an dem Versorgungsunternehmen beteiligen. Dazu werden die Stadtwerke festverzinsliche Hertenfonds herausgeben. Diesen Beschluss hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke am ...

Die Kunden der Hertener Stadtwerke können sich ab dem kommenden Herbst an dem Versorgungsunternehmen beteiligen. Dazu werden die Stadtwerke festverzinsliche Hertenfonds herausgeben. Diesen Beschluss hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke am vergangenen Montag gefasst. "Wir verfolgen zwei Ziele," erläuterte Bürgermeister Klaus Bechtel das innovative Vorgehen: "erstens möchten wir den Kunden und Mitarbeitern die Möglichkeit geben, am Erfolg ihrer Stadtwerke teilzuhaben. Zweitens möchten wir den Stadtwerken Gelder zur Verfügung stellen, um sich noch mehr als bisher für unsere Stadt einzusetzen."

Bechtel betonte im Anschluss an die Sitzung, dass durch dieses Modell auch alle Überlegungen vom Tisch seien, die Stadtwerke anderweitig zu verkaufen: "Für mich gehören die Stadtwerke zu unserer Stadt. Alles andere bedeutet Gewinne und Wertschöpfung aus Herten abzuziehen und die Chancen vor Ort zu schwächen." Der Aufsichtsratsvorsitzende forderte von den Stadtwerken, den Slogan "Hier sind wir zu Hause" weiterhin sehr ernst zu nehmen: "Die über 100-jährige Tradition der Verantwortung für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger können wir auf diese Weise wirtschaftlich und für alle Seiten vorteilhaft weiterführen."

Kunden der Stadtwerke und Stadtwerkemitarbeiter können die Hertenfonds zu Festbeträgen von mindestens 1.000 €/Stück zu einem Jahresfestzinssatz von 5% erwerben. Der Maximalbetrag ist auf 20.000 € festgesetzt. Die Laufzeit des Darlehns ist jährlich, zum Jahresende kündbar. "Wir möchten nach den guten Erfahrungen mit der Bürgerbeteiligung bei der Windkraft im Projekt Ruhrwind sicherstellen, dass viele eine Chance haben, auch jetzt wieder mitzumachen. Daher haben wir eine Obergrenze festgesetzt," so die Geschäftsführerin der Stadtwerke Marlies Mathenia. Interessenten können sich ab sofort bei den Stadtwerken melden und vormerken lassen, dabei gilt das Windhundprinzip: wer zuerst kommt, wird zuerst bedient. Ab dem ersten Oktober werden dann die Fondsscheine ausgegeben. In den nächsten Wochen werden die Stadtwerke weitere Informationen veröffentlichen und Prospekte mit allen nötigen Angaben bereitstellen, die auch über die Internetseitenwww.hertener-stadtwerke.de zu beziehen sind.

Das eingenommene Geld wird nach dem Beschluss des Aufsichtsrats gezielt von den Stadtwerken in Zukunftsprojekte im Aufgabenfeld der Stadtwerke investiert. Mathenia: "Dabei geht es natürlich nicht um Subventionen. Wir werden genau prüfen, wo wir profitabel investieren können." Eine mögliche Verwendung könnte die Weiterentwicklung des COPA CA BACKUM zu einem Gesundheits- und Wellnesszentrum im Rahmen des Projekts Vitalstadt sein.

Bitte beachten Sie auch folgende Pressemitteilung vom 14. Juni 2002 zu diesem Thema:
www.presse-service.de/static/401352.html