Bürgermeister Bechtel will Hertenfonds auf 10 Mio. € aufstocken

Bürgermeister Bechtel möchte den eigentlich schon ausverkaufen Hertenfonds aufstocken: "Die Zustimmung bei den Bürgerinnen und Bürgern ist gewaltig. Deshalb bin ich dafür, den Hertenfonds auf 10 Millionen Euro zu erhöhen," ...

Bürgermeister Bechtel möchte den eigentlich schon ausverkaufen Hertenfonds aufstocken: "Die Zustimmung bei den Bürgerinnen und Bürgern ist gewaltig. Deshalb bin ich dafür, den Hertenfonds auf 10 Millionen Euro zu erhöhen," erklärte Bechtel heute (am Donnerstag) gegenüber der Presse, "wer Interesse hat, kann sich weiterhin bei unseren Stadtwerken melden und registrieren lassen." Als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke wird Bechtel diesen Vorschlag in die nächste Sitzung am 23. September einbringen. "Ich gehe davon aus, dass der Aufsichtsrat meinem Vorschlag zustimmt. Ich erhalte von allen Seiten eine positive Rückmeldung für diese in Deutschland bislang einmalige Form der Bürgerbeteiligung, warum sollten wir da zu früh einen Schlussstrich ziehen?"

Innerhalb von drei Wochen haben die Stadtwerke mittlerweile schon Reservierungen für über 6,5 Millionen Euro von rund 600 Personen vorliegen. "Täglich erhalten wir viele Anfragen von Interessenten, die zu den Stadtwerken kommen oder ins Studio B, auch per E-Mail und Telefon gehen die Reservierungswünsche ein", so Marlies Mathenia, Geschäftsführerin der Hertener Stadtwerke. Mittlerweile haben nicht nur die umliegenden Kommunen und Stadtwerke Interesse für die Hertenfonds entwickelt. Im Rathaus und bei den Stadtwerken rufen bereits Bürgermeister und Stadtwerke-Geschäftsführer aus ganz Deutschland an, um sich nach den Details des "Hertener-Modells" zu erkundigen, wie die Idee zur Schaffung des Hertenfonds mittlerweile genannt wird. Viele Zeitungen und Nachrichtenagenturen haben das Thema ebenfalls aufgegriffen. Bechtel: "Das Modell fasziniert: man kann etwas Gutes für seine Stadt tun und gleichzeitig eine ordentliche Rendite für das eigene Portemonnaie erzielen. Das ist auch für andere Städte interessant, denn so bleibt die Wertschöpfung in der Stadt und wird nicht von den großen Stromkonzernen abgezogen." Die Diskussion um den Stadtwerkeverkauf könne so zum Nutzen der Stadt gelöst werden: "Wir erhalten Kapital für Investitionen in Zukunftsprojekte und sichern uns gleichzeitig die profitablen Stadtwerke als kommunalen Betrieb."

Die Hertener Stadtwerke haben ihren Kunden beim Erwerb von Hertenfonds eine feste Verzinsung von jährlich fünf Prozent bei jährlicher Kündigung zugesagt. Die Stückelung der Hertenfonds reicht von 1.000 € bis 20.000 €, die gleichzeitig die jeweilige Obergrenze darstellen. Erst ab Anfang Oktober können die Hertenfonds wirklich gezeichnet werden. "Bis dahin führen wir eine Reservierungsliste," erläuterte die Geschäftsführerin Marlies Mathenia das weitere Vorgehen. "Wir werden die Liste dann nach der Reihenfolge der Eingänge abarbeiten." Wer sich zuerst gemeldet hat, wird zuerst bedient. "Es ist daher sinnvoll, sich möglichst rasch zu melden, um einen guten Platz auf der Liste zu erhalten. Wir werden natürlich mit der 10 Mio Euro-Aufstockung einen definitiven Schlusspunkt setzen müssen. Durch die jetzt geplante Ausweitung können aber noch viele Interessenten mitmachen." Ab sofort können bei den Stadtwerken und im Studio B in der Innenstadt auch die Prospekte zum Thema Hertenfonds abgeholt werden. Bereits seit heute (Donnerstag) ist der Prospekt im Internet unter www.hertener-stadtwerke.de abrufbar.