Energietipp des Monats

Glühlampen-Ausstieg geht am 1. September weiter
Energietipp des Monats: Jetzt auf Energiesparlampen umsteigen
Am 1. September 2010 geht der Glühlampen-Ausstieg in die zweite Runde. Dann ist auch der Verkauf von herkömmlichen Glühbirnen mit einer Leistung von über 75 Watt verboten. Für Verbraucher ist dies ein guter Zeitpunkt, um auf Energiesparlampen umzusteigen.
Glühlampen arbeiten verhältnismäßig ineffizient. Sie erreichen gerade mal eine Energieausbeute von zehn Prozent. Das macht sie zu Stromverschwendern. Die EU hat deshalb bereits 2008 beschlossen, die herkömmliche Glühbirne Schritt für Schritt abzuschaffen. Bis 2012 soll sie ganz aus dem Handel verschwunden sein.
Statt Glühlampen zu horten, sollten Verbraucher besser früher als später auf Energiesparlampen umsteigen. Diese sind im Prinzip kleine Leuchtstoffröhren: Das Licht wird durch ein Gasgemisch erzeugt. Das ist wesentlich effizienter als der Newtonsche Glühdraht. Immerhin bis zu 25 Prozent Lichtausbeute können Energiesparlampen verzeichnen. Darüber hinaus sind sie mit 10.000 Stunden Lebensdauer wesentlich ergiebiger als die im Schnitt 1.000 Stunden überlebensfähigen Glühlampen.
Beim Kauf von Energiesparlampen gilt es, verschiedene Punkte zu beachten. Wer die passende Beleuchtung für das Wohn- oder Schlafzimmer sucht, sollte auf Leuchtmittel mit der Bezeichnung „warmwhite“, „ww“ oder den Ziffern 827 und 927 zurück greifen. Sie erzeugen ein warmes Licht, das dem der Glühlampe sehr nahe kommt. Andere Energiesparlampen haben einen hohen Blauanteil. Sie sind gut für den Arbeitsplatz, weil sie dem Tageslicht nahe kommen und wach machen.
Welches Produkt das beste ist, hängt nicht unbedingt vom Preis ab: Im April 2010 hat die Stiftung Warentest Energiesparlampen zwischen 1,99 Euro und über 20 Euro getestet. Dabei fanden die Prüfer in jedem Preissegment bessere und schlechtere Modelle. Darüber hinaus sind nicht alle Energiesparlampen für jeden Einsatz geeignet. Zum Beispiel sind nur einige Modelle dimmbar. Auch für den Außeneinsatz sind nur bestimmte Produkte empfehlenswert. Und im Treppenhaus müssen Lampen her, die das häufige Aus- und Einschalten gut vertragen und eine kurze Vorglühzeit haben.
Auch bei der Entsorgung darf man nicht vergessen: Wegen ihres Quecksilber-Anteils dürfen Energiesparlampen nicht im Hausmüll landen. In Herten können sie zum Beispiel beim Zentralen Betriebshof entsorgt werden.
Eine weitere energieeffiziente Alternative zur Glühlampe sind LED. Die Leuchtdioden können in jeder gewünschten Lichtfarbe erstrahlen und verbrauchen extrem wenig Strom. Bisher sind sie aber in der Herstellung noch zu teuer, um sich für Privathaushalte zu rentieren.




