Blower-Door-Test

Wer bereits vor dem Einzug in ein neues Haus sicher gehen will, dass seine Gebäudehülle dicht hält, ist mit einem Blower-Door-Test gut beraten. Dabei erzeugt ein Ventilator einen Unterdruck von 50 Pascal im Haus. Das entspricht in etwa der Windstärke 5. Wind mit dieser Stärke kann zum Beispiel schon mittelgroße Äste bewegen oder Schaumkronen auf dem Meer bilden. Der dabei entstehende Sog zwischen Innen und Außen lässt sich mit speziellen Messgeräten messen. Sie halten fest, wie oft die gesamte Luft beim Test innerhalb von einer Stunde ausgetauscht wird - das ist dann die Luftwechselrate. Wird die Luft weniger als drei Mal in einer Stunde ausgetauscht, ist dies für Wohngebäude akzeptabel. Passivhäuser dürfen eine Luftwechselrate von 1,5 (anderthalbfacher Luftaustausch) nicht überschreiten.
Laut der gültigen Vorschriften (DIN EN 13829) soll die Messung dann stattfinden, wenn die komplette Abdichtung aller Schichten - also auch Tapete und Fliesen - hergestellt ist. Die Hertener Stadtwerke empfehlen jedoch, den Test bereits früher durchzuführen. So sollten die Stellen, die erfahrungsgemäß Quellen für Leckagen sein können, noch zugänglich sein. Das heißt: Die Luftdichtheitsschicht aus Kunststoff-Folie und - Bahnen, Holzwerkstoffen oder Gipsfaserplatten und Gipskarton-Bauplatten sollten raumseitig noch nicht verkleidet sein. Auch Fliesen sollten möglichst noch nicht verlegt sein.
- Kostenübersicht Blower-Door-Test/Energieausweis/Thermografie
(Stand: 1. April 2011)
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